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Rennrad Laufradsatz für Felgenbremse ab 150€

Veröffentlicht am Jan 6, 2022
Bearbeitet am Jan 6, 2022

Kategorie: Equipment
Tags: Rennrad , Laufrad

Auch wenn der Fokus für die Zukunft klar auf Scheibenbremsen liegt und die meisten Rennräder – Gravelbikes eingeschlossen – mittlerweile mit Scheibenbremse ausgestattet sind, besteht weiterhin ein Bedarf an Laufrädern für Felgenbremsen. Solange der Markt ein entsprechendes Angebot bereithält, kann sich die Anschaffung lohnen. Teilweise ist bereits erkennbar, dass bewährte Modelle nicht mehr für Felgenbremsen nachproduziert werden und künftig nur noch als Disc-Version verfügbar sein werden.

Im stark umkämpften Markt unterhalb von 2000 € werden Rennräder häufig mit relativ schweren Laufrädern ausgeliefert. Die Rahmen sind inzwischen auch in dieser Preisklasse meist sehr leicht, sodass ein Austausch der Laufräder und einzelner Komponenten das Gewicht eines Bikes deutlich reduzieren kann. Ein Beispiel hierfür ist ein leichter Carbonrahmen, der mit standardmäßigen Laufrädern ausgeliefert wurde.

Die in dieser Preisklasse verbauten Laufräder sind nicht zwangsläufig schlecht: Hinsichtlich Steifigkeit, Haltbarkeit und Lagerung können sie durchaus brauchbar sein, jedoch bringen sie selten Gewichtsersparnis. Wer ein Rennrad mit langlebigen, steifen und leicht laufenden Laufrädern möchte, muss in der Regel auf ein neues Set zurückgreifen.

Gewichtseffekt

Für einfache Trainingsrunden reichen Standard-Laufräder häufig aus. Wer jedoch Wert auf ein geringeres Laufradgewicht legt, wird spürbare Unterschiede in Antritt und Fahrgefühl feststellen. Bei hochwertigen Laufrädern lassen sich im Vergleich zu preiswerten OEM-Modellen mehrere hundert Gramm einsparen, was in etwa dem Gewichtsunterschied zwischen einer kompletten Mittelklasse-Komponentengruppe und einer hochwertigen Rennradgruppe entspricht.

Kosten und Kategorien

Laufräder lassen sich grob in die Kategorien „funktional“, „leicht“ und „aerodynamisch“ einteilen. Kriterien für die Auswahl sind unter anderem:

  • Gesamtgewicht
  • Lagerung und Einspeichung
  • Aerodynamische Eigenschaften

Alle hier betrachteten Laufräder sind für gängige Rennradreifen geeignet. Auf die Tubeless-Kompatibilität wird an dieser Stelle nicht eingegangen.

Gewicht

Ein geringes Laufradgewicht wirkt sich vor allem auf den Antritt und die Effizienz beim Klettern aus.

Lagerung

Traditionelle Konuslager unterscheiden sich von modernen Industrielagern. Konuslager können, bei guter Wartung, sehr langlebig sein und Seitenkräfte aufnehmen. Industrielager sind in der Regel wartungsfrei, allerdings hängt die Haltbarkeit stark von der Qualität der Lager ab.

Bei der Konuslagerung ist die korrekte Einstellung des Lagerspiels entscheidend.

Einspeichung

Die Anzahl und Qualität der Speichen beeinflussen die Steifigkeit eines Laufrads. Beim Design gibt es Unterschiede zwischen J-Bend- und Straight-Pull-Speichen, die sich in der Praxis kaum auf die Haltbarkeit auswirken.

Felgenhöhe

Höhere Felgenprofile können aerodynamische Vorteile bringen, erhöhen jedoch das Gewicht und beeinflussen die Fahreigenschaften, insbesondere am Vorderrad. Aero-Felgen werden daher häufig asymmetrisch eingesetzt.

Preisbereiche

Bis 200 €:
Einfache Laufräder eignen sich als Ersatz oder für weniger intensive Nutzung.

200–600 €:
Hier finden sich Laufräder mit geringem Gewicht und guter Verarbeitung. Unterschiede liegen u. a. in der Lagerqualität und dem Einspeichmuster. Einige Modelle werden von Hand aufgebaut.

Aero-Felgen:
Carbon-Laufräder mit hohem Felgenprofil bieten aerodynamische Vorteile, bringen jedoch zusätzliches Gewicht mit sich. Sie richten sich vor allem an wettkampforientierte Fahrer und stellen eine größere Investition dar.

Leichtbau-Laufräder

Verschiedene Hersteller bieten weiterhin leichte Laufräder mit bewährten Felgentypen an, z. B. Modelle mit einem Gesamtgewicht von etwa 1250 g.

Christoph

Christoph ist Redakteur bei radszene.de.
Er beschäftigt sich mit Technik, Ausrüstung und Einsatzkonzepten rund ums Rad – vom Alltagsrad bis zum Performance-Bereich.
Seine Beiträge verbinden redaktionelle Einordnung mit eigener Praxiserfahrung.

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